Surfen in Sri Lanka – Surfcontest Ahangama Open

Ahangama Open

Die Wettervorhersage sah leider nicht gut aus für den anstehenden Surfcontest in Ahangama. Viel Wind und kleine Wellen sagte der Forecast. Dies zeichnete sich leider auch schon einen Tag vorher ab. Da war ich morgens in Kabalana, ein kleines bisschen weiter die Straße rauf, zum Surfen. Auch da waren schon die Bedingungen nicht so toll.

Das Surfbag unterm Arm, lief ich nach der Session, mit noch tropfender Boardshort und nassen Haaren, in Richtung des wartenden Tuktuks. Dem Local vom Boardverleih am Strand warf ich ein kurzes Lächeln und „good morning“ zu. Er erwiderte mein Lächeln und teilte mir mit: „Tomorrow Competiton in Ahangama, you know?“ —  „Yes, I know already. But the Forecast is not really good.“ War meine Antwort. „About hundred people are in the Competition.“, gab er mir noch mit, bevor ich mich winkend von ihm verabschiedete und hoch zur Straße ging. Board aufgeschnallt und zurück zum Rathna Guesthouse nach Dalawella.

Der Fahrtwind trocknete meine Haare. Angekommen erhielt der Fahrer seinen verdienten Lohn. Surfboard abgelegt, kurze Dusche im Zimmer, Frühstück. Ich beschloss, dass ich am Morgen des Wettbewerbs spontan entscheiden werde, ob ich vorbeischaue. Lust hatte ich auf jeden Fall.

Ahangama Open

Februar 2016, Ahangama, Surfcontest für jedermann. Egal ob Local, Touri, weiblich oder männlich. Alle waren willkommen.

Es ist 11 Uhr am nächsten Tag. Der Wind ist gar nicht so stark wie angenommen. Also los. 30 Minuten später komme ich in Ahangama bei Rajiths Point an. „Fish Sticks“ nennt sich der Surfspot. Wow, voll was los da. Die Polizei regelt den Verkehr, da der Platz für die Zuschauer direkt an der viel befahrenen Straße liegt. Der Contest ist schon in vollem Gange. Coole laute Musik dröhnt.


Viele Zuschauer und Surfer sind bereits da und verfolgen das Geschehen.

 

Ein blaues Zelt des Österreichischen Brauseherstellers spendet Schatten. Mehrere ansässige Surfcamps und Surfschulen unterstützen ebenfalls den Wettbewerb. Darunter ist auch das Surf- und Yoga-Camp Sunshinestories aus Ahangama. Ich hatte mir die Webseite des Camps schon einige Male angesehen und erkenne Linn, die Inhaberinnen wieder.

Ahangama Open

Februar 2016, Ahangama, trotz Onshore und schwierigen Bedingungen gab es durchaus gutes Surfen zu sehen

Sie läuft gerade mit ihrer Kamera an mir vorbei und macht Fotos von dem bunten Treiben. Spontan spreche ich sie an und erzähle ihr von meinem Blog und den sechs Monaten, die ich hier verbringe.


Sie reagiert sehr nett und aufgeschlossen. Natürlich gebe ich ihr auch noch meine Visitenkarte mit. Eine schöne Begegnung.

 

Ich laufe rum, mache Fotos und verteile noch ein paar meiner Kärtchen, wenn ich höre, dass die Leute deutsch sprechen. Es ist eine relaxte Stimmung unter den Teilnehmern und den Schaulustigen. Auch wenn die Bedingungen immer miserabler werden, geben Alle ihr Bestes. Der Vibe erinnert mich ein bisschen an die guten alten Skatecontests von früher. Wunderbar.

Ahangama Open

Februar 2016, Ahangama, die Locals kontrollieren aufmerksam ihre Platzierungen

Es ist heiß und die Lust auf was Flüssiges wird immer größer. Neben der Bude von Rajith‘s Surfschule liegt ein Berg von Kokosnüssen. Ich lasse mir eine davon öffnen und stelle mich zu den Locals in den Schatten. Alle sind interessiert. Oma, Mama, Papa, aber vor Allem die Kinder haben ihren Spaß. Einige junge Mädchen lächeln mir immer wieder zu. Ich lächle natürlich zurück. Sie kichern, mit vorgehaltener Hand, untereinander.


Es dauert nicht lange und wir machen ein gemeinsames Foto. Auf solche Begegnungen hatte ich vor meiner Reise gehofft.

 

Der Wettbewerb gerät etwas in den Hintergrund, denn die Mädchen lassen nicht locker. Immer wieder kommen sie zu mir rüber und wollen alles wissen. „Whats your name?“ „Where do you come from?“ „How old are you?“ „Are you married?“ „Have you children“? sind nur einige der Fragen die mich durchlöchern. Zum Schluss kommt das Mädel mit dem weißen Kleid und den Schleifchen nochmal rüber und gibt mir die Adresse von ihrem Zuhause. „Please come to my home!“

Später beschließe ich, dass ich einige von den Fotos entwickeln lassen werde und sie ihnen irgendwann noch vorbeibringen will.

Ahangama Open

Februar 2016, Ahangama, hier in Sri Lanka sind alle Altersklassen an Surfen interessiert

Der Contest erhält wieder meine Aufmerksamkeit. Die Teilnehmer geben weiterhin Alles in den widrigen Bedingungen. Langsam verliere ich aber das Interesse und will mich demnächst auf den Heimweg machen. Da kommt mir Rajith entgegen und wir reden kurz. Er ist stolz, dass an seinem Spot ein Wettbewerb stattfindet, und die Surfschule der Mittelpunkt des Ganzen ist. „I’m so happy about all the support at my place.“ Er grinst und strahlt über das ganze Gesicht.


Es ist toll zu sehen, dass hier eine kleine Surfszene besteht und zusammenwächst.

 

Ich frage ihn noch nach der nächsten Bushaltestelle. Darauf entgegnet er mir in seiner superfreundlichen und hilfsbereiten Art: „I can stop the Bus for you, no problem. Come! Come!“ Ich schlendere ihm an der Straße entlang hinterher. Beim nächsten heranrauschenden Bus hebt Rajith kurz die Hand. Der Bus hält. Highfive, „thank you“ und ich bin weg.


Wenn du bis zum Ende durchgehalten hast, gibt es hier noch ein tolles Video mit Luftaufnahmen zum Surfcontest in Ahangama.


Schön, dass du vorbei geschaut hast und bis bald.

Surfen, Reisen, Leben in Sri Lanka

Warst du zufällig auch dort? Hast du auch schon mal einen Surfcontest in einem exotischen Land besucht? Hast du sonst ein paar Worte für mich übrig? Dann freue ich mich schon auf deine Geschichte.

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