Surfboards in Sri Lanka: Ausleihen oder mitbringen?

Surfboards in Sri Lanka: mitbringen oder ausleihen

Wie ist das mit Surfboards in Sri Lanka? Soll ich mein Eigenes mitbringen? Oder kann ich dort was Brauchbares ausleihen? Viele stellen sich diese Fragen, bevor es auf einen Surftrip auf die Insel geht. Eine allgemeine Antwort kannst du darauf leider nicht erwarten.

Es gibt unterschiedlichste Sichtweisen und Ausgangssituationen. Wenn ich mir vorstelle, wer sich diese Frage alles stellen kann? Manche gehen direkt in ein Surfcamp. Der oder die Nächste suchen eine individuelle Erfahrung. Andere wollen herumreisen und dann noch ein bisschen surfen.

Für eingefleischte Surftraveller stellt sich diese Frage kaum. Denn ein Surftrip ohne eigenes Surfboard fühlt sich irgendwie nicht wie ein Surftrip an. Sich auf dem Weg zum Flughafen in die S-Bahn quetschen, im Zug vom Schaffner schräg angeschaut werden, vom Check-In am Flughafen reden wir erst gar nicht und in der „dritten Welt“ geht dann alles viel einfacher.


Sei ehrlich! Du liebst es, deine eigenen Bretter durch die Welt zu schleppen.

 

Ich will aber gar nicht die grundsätzliche Frage klären, ob du mit oder ohne Boards reisen sollst. Das ist eine Philosophie für sich. Es geht mir darum, dir zu zeigen, was meine Erfahrungen sind. Was auf dich zukommen kann oder über was du dir Gedanken machen solltest, wenn du ein Surfboard nach Sri Lanka mitbringst oder ohne kommst.

urfboards in Sri Lanka: mitbringen oder ausleihen

Mittlerweile gibt es jede Menge Surfshops in Arugam Bay. Ebenso ist die Auswahl an Surfboards groß. Aber Leider läßt die Qualität oft zu wünschen übrig.

Steht die Frage: „Gibt es ordentliche Surfboards in Sri Lanka oder brauche ich mein Eigenes Material?“, erst einmal im Raum, tun sich gleich weitere wichtige Dinge auf, an die du denken solltest. Was kostet der Transport mit der Airline? Was für eine Art von Board soll ich mitnehmen? Wie kann ich vor Ort mit dem ganzen Surfgepäck reisen? Was würde es kosten, wenn ich ein Board ausleihe? Gibt es vor Ort überhaupt anständige Surfboards zum Ausleihen?

Wenn du vor hast dein eigenes Surfboard in Sri Lanka dabei zu haben.

Zuerst solltest du dir Gedanken über die geeignete Airline für deinen Surftrip rmachen. Wieviel Gewicht ist im Freigepäck enthalten? Kann ich mehrere Gepäckstücke transportieren? Ist der Transport meiner Boardbag inklusive?

Glücklicherweise gibt es nach Sri Lanka eine große Auswahl an geeigneten Airlines. Emirates, Qatarairways, Etihad oder Sri Lankan Airlines nehmen deine Surfbretter innerhalb der erlaubten Freigepäckmenge mit. Trotzdem solltest du vor einer Reise auf jeden Fall immer bei der jeweiligen Airline die Gepäckbestimmungen nachschlagen. Es kann sich auch immer mal was ändern.

Die meisten der oben genannten Airlines haben ähnliche Bestimmungen. Es ist meistens eine bestimmte Freigepäckmenge zulässig. Innerhalb dieser kannst du dann mehrere Gepäckstücke mitnehmen. Also z.B. einen Koffer und eine Boardbag.

Wenn du zu zweit mit deinem Partner unterwegs bist, werdet ihr normalerweise auch zusammen gelegt. Voraussetzung ist dabei, dass ihr unter der gleichen Buchungsnummer registriert seid. Auch hier ist es empfehlenswert, den Sachverhalt vorher abzuklären.

Welche Art von Surfboard ist für die Wellen Sri Lankas geeignet?

Du willst deine eigenen Surfboards in Sri Lanka ins Wasser lassen? Die Frage nach dem geeigneten Brett gestaltet sich schon etwas schwieriger. Hat doch jeder seine eigenen Vorlieben und ein unterschiedliches Surflevel. Für mich waren bisher immer die Surfskills entscheidend.

Da die Wellen nicht so schnell, groß und steil sind, ist meiner Meinung nach ein flacheres Board mit etwas mehr Volumen zu empfehlen. Es gibt auch viele Spots, die gut für ein Funboard oder ein Minimalibu geeignet sind. Trotzdem sind auch einige Reefbreaks zu finden, wo du mit deinem Lieblingsshortboard Spaß haben wirst.

Surfboards in Sri Lanka: mitbringen oder ausleihen

Die Wellen in Sri Lanka sind oft mellow. Vom Longboard über Funshapes bis zum Shortboard kannst du alles surfen.

Als ich mich Anfang 2016 für sechs Monate nach Sri Lanka aufmachte, waren ein 5,10 Fishshape und ein 6,1 Shortboard in meiner Tasche. So war für schwächere Wellen und ebenso für größere Tage gesorgt. Für mich hat es sich als optimal herausgestellt. Vorher war ich auch schon mit einem 6,6 Eggshape unterwegs und hatte damit auch sehr viel Spaß in den Wellen.

Im World Stormrider Guide schlagen sie für Surfboards in Sri Lanka vor: „Bring a Fishtype of Surfboard!“ Ich würde dazu einfach sagen: „Nimm mit, was dir Spaß macht und was zu deinem Level passt!“ Hier wird und kann alles gesurft werden.

Wie du vor Ort mit Surfgepäck reisen kannst.

Grundsätzlich ist es sehr einfach und auch günstig in Sri Lanka mit Surfgepäck zu reisen. Was es alles für verschiedene Transportmittel gibt, kannst du auch im Artikel „Was du vor einem Surftrip nach Sri Lanka wissen solltest“ nachlesen. Mit welchen Kosten du beim jeweiligen Transportmittel rechnen musst, findest du im Beitrag zur Budgetplanung.

Mit Privatfahrer und Surfgepäck durch Sri Lanka

Am unkompliziertesten ist der Transport deines Surfgepäcks natürlich mit einem Privatfahrer. Du schiebst die Boardbag in den Minivan hinein und dieser fährt dich direkt in die anvisierte Surfregion. Wenn du bereits eine Unterkunft vorgebucht hast, ist es zu empfehlen, den Shuttle über dein Gästehaus zu organisieren. So hast du kein Stress mit Preisverhandlungen am Flughafen und kommst sicher an. Erwähne dabei unbedingt, dass du mit Surfgepäck kommst, dass auch genügend Platz im Fahrzeug ist.

Mit Zug und Surfgepäck durch Sri Lanka

Ein super Erlebnis ist mit Sicherheit das Zugfahren. Obwohl manche Züge sehr voll sind, kannst du deine Boardbag gut in den Zügen verstauen. Achte vielleicht darauf, nicht sehr früh morgens oder am Abend zu fahren. Es gibt viele Pendler und deshalb ist in diesen Zeiten oft voll.

Die Hauptabfahrtsstelle in Colombo ist der Bahnhof Colombo Fort. In südlicher Richtung kommst du mit dem Zug bis Matara. In östlicher Richtung bis Ella bzw. Badulla. Manche Züge sind auch Eilzüge. Diese halten daher nicht überall. Genaue Infos und einen tollen Bericht über das Zugfahren in Sri Lanka findest du auf „ZielunGEWISS“.

Surfboards in Sri Lanka: mitbringen oder ausleihen

Auf dem Weg von Matara nach Galle findest du immer ein Plätzchen für deine Boardbag. Von Colombo aus kann es schon etwas enger werden.

Mit dem Tuktuk und Surfgepäck durch Sri Lanka

Die nächste Möglichkeit deine Surfboards durch Sri Lanka zu transportieren ist das Tuktuk. Diese Möglichkeit wirst du meistens für kurze Strecken und für den täglichen Spottransfer nutzen. Es sind aber auch längere Strecken, wie von Ella nach Arugam Bay möglich. Ich empfehle, ein paar Spanngurte einzupacken. Viele Tuktukfahrer haben nur eine Schnur oder sowas ähnliches wie einen Spanngurt.

Wenn du mit dem Tuktuk zum Spot fährst, rate ich auch zu einem Daypack als Schutz für dein Board. Beim fest zurren auf dem Tuktuk kann es passieren, dass durch das Gestänge am Dach dein Deck eingedrückt wird. Habe ich selbst schon gesehen. Manche Fahrer haben auch schon Schaumstoff oder etwas Ähnliches zum Schutz dabei. Wenn du mit dem Tuktuk zum Spot fährst, solltest du auch abklären, ob dein Fahrer auf dich wartet oder wann er dich wieder abholen soll.

Surfboards in Sri Lanka: mitbringen oder ausleihen

Raus aus dem Zug und rein ins Tuktuk. Die Fahrer finden immer einen Weg deine Boardbag zu verstauen.

Mit dem Moped und Surfgepäck durch Sri Lanka

Viele Surfer sind gerne flexibel und erkunden auf eigene Faust die Küste. Natürlich kannst du auf der Insel auch ein Moped ausleihen. Grundsätzlich rate ich davon ab selbst zu fahren, da gerade im Süden der Verkehr sehr heftig ist. Zudem sind Surfracks in einigen Regionen nicht sehr gerne gesehen.

In Arugam Bay ist es sogar komplett verboten und du kannst richtig Ärger mit den Tuktukfahrern bekommen. Im Süden sieht man dagegen immer mehr Mopeds mit Surfrack. Meiner Information nach ist es offiziell nicht erlaubt, wird aber geduldet. Frage in diesem Fall am besten in deinem Gästehaus nach.

Mit dem Bus und Surfgepäck durch Sri Lanka

Bleibt noch der Bus. Die Localbusse in Sri Lanka sind ein Erlebnis, das du nicht auslassen solltest. Ich bin mittlerweile schon oft und auch längere Strecken mit den Localbussen gefahren. Keine Frage, es ist konkurrenzlos das günstigste Transportmittel. Dafür ist es aber auch eng, heiß und supervoll. Ich habe einige Surfer getroffen, die auch mit Boardbag in den Bussen unterwegs waren.


Manche erzählten, es sei alles „easy“, andere wiederum „nie wieder“.

 

Meiner Meinung und Erfahrung nach ist es vielleicht schon möglich, mit den Localbussen und Surfboards in Sri Lanka zu reisen, aber nicht sehr empfehlenswert. Sie sind immer sehr voll und es kann dadurch ein Problem werden, an der gewünschten Stelle, ein- bzw. auszusteigen.

Für weitere Strecken gibt es sogenannte Expressbusse. Vor Kurzem habe ich einen von Colombo nach Galle genutzt und die Mitnahme meiner Surfboards war kein Problem. Die Express- oder Highwaybusse sind komfortablere Reisebusse mit großem Gepäckfach.

Surfboards in Sri Lanka ausleihen

Wenn du vor hast ohne eigenes Equipment anzureisen, gibt es natürlich auch die Möglichkeit Surfboards auszuleihen. Gerade im Osten, in Arugam Bay, sprießen die Surfshops aus dem Boden. Dort ist durchaus brauchbares Material zu finden. Vor allem, wenn du noch in den Minimalibuskills steckst, wirst du fündig werden.

Ebenso ist es im Süden. An den Hotspots wie Hikkaduwa, Midigama oder Weligama findest du auf jeden Fall ein Board zum Ausleihen. Es entstehen dort auch immer mehr Boardstationen an den einzelnen Surfbreaks. Ich habe auch schon Leihmaterial an den Beachbreaks in Dewatta oder in Medawatta gesehen.

Surfboards in Sri Lanka: mitbringen oder ausleihen

Minimalibus und Funshapes für Beginner findest du an jeder Ecke. Für ein gutes Shortboard musst du schon etwas länger suchen.

Die Preise sind meistens ähnlich und bewegen sich bei einer Stunde um 300 Rp und für einen Tag um 1000 Rp. Je nachdem, wie lange du ein Surfboard ausleihst, lässt sich der Preis noch etwas drücken. Informiere dich vor dem Ausleihen auch unbedingt, was ein eventueller Schaden kostet.

In Arugam Bay z.B. haben die meisten Surfshops feste Preise für Reparaturen. Manche arbeiten dort auch schon etwas professioneller und legen Formulare vor, auf denen alles vermerkt ist. Es kann auch durchaus passieren, dass manche Verleiher zur Sicherheit deinen Ausweis sehen wollen.

Surfboards in Sri Lanka kaufen

Mit Sicherheit gibt es bessere Orte um sich ein neues Surfboard zu kaufen. Trotzdem ist es möglich, sich in Sri Lanka mit neuem Equipment einzudecken. In Colombo gibt es ONDA-Surfboards. Sie haben einen kleinen Showroom und ein großes Lager, mit verschiedenen Größen der einzelnen Surfboards. Ich war auch vor Ort und du kannst dir in meinem Artikel ein Bild davon machen, was es dort alles gibt.

Sonst ist es eher schwierig, eine ordentliche Auswahl an neuen Surfboards zu finden. Der Kauf eines gebrauchten Boards ist auch möglich, wird aber verhältnismäßig teuer werden. Mir wollte ein Kerl in Hikkaduwa ein gebrauchtes Shortboard für 500 $ verkaufen. Noch dazu war die Nose schon mal gebrochen und er hatte in seiner Garage etwa 30 Boards rumstehen. Auf die Frage, warum es denn so teuer sei bekam ich nur die Antwort: „It’s from Australia and almost new!“

Onda Water Sports and more Colombo

Im Showroom bei ONDA-Surfboards in Colombo. Eigentlich gibt es hier alles, was du zum Surfen brauchst.

Anders sieht es aus, wenn du dein gebrauchtes Board verkaufen willst. Mit Sicherheit wird dich irgendwann jemand darauf ansprechen, ob du dich nicht von deinem geliebten Stück trennen möchtest. Hier kannst du natürlich wiederum nur einen geringen Preis erwarten. Was es beim Kauf eines gebrauchten Surfboards alles zu beachten gibt, kannst du bei Julian auf Surfnomade nachlesen.

Surfboards in Sri Lanka ausleihen oder mitbringen: Meine persönliche Einschätzung.

Für mich gibt es eigentlich keinen Grund, dass man seine Surfboards nicht mit auf einen Surftrip nehmen sollte. Egal wohin die Reise führt. Wenn du also welche daheim hast und deine Priorität auf Surfen liegt, dann bring die Dinger mit. Es ist doch immer etwas Anderes, wenn man sein eigenes Material dabei hat.

Bringst du deine Surfboards mit, brauchst du dich auch bei einem eventuellen Schaden, nicht zu verantworten. Eine Tube Solarez zum Reparieren im Gepäck sollte ausreichen. Was Gebrauchtes kaufen fällt für mich eigentlich aus. Viel zu teuer und schlechte Qualität.

Liegt deine Priorität aber auf Sightseeing und es sollen nur ein paar Strandtage mit Surfen werden, dann funktioniert auch das Leihmaterial. In Surfcamps findest du normalerweise auch immer ordentliche Surfboards.

Ist dein Board schon etwas älter und du willst dir für den nächsten Trip sowieso was Neues zulegen, dann mach einem Local eine Freude und verkaufe ihm dein Brett.

Ein Surfboard sollte doch gesurft werden und nicht daheim an der Wand hängen, oder im Keller verstauben.

Schön, dass du vorbei geschaut hast und bis bald.

Surfen, Reisen, Leben in Sri Lanka

Was hast du für Erfahrungen mit Surfboards in Sri Lanka gemacht? Wie gehst du am liebsten auf einen Surftrip? Lieber mit eigenen Boards oder doch ausleihen? Hast du sonst ein paar nette Worte für die Kommentare übrig? Dann los!

 

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